Job-Sharing andersrum: Praxis-Tagung 12.10.2007
Arbeitgeber-Zusammenschlüsse - ein neues Modell für mehr Beschäftigung und Arbeitsplatzsicherheit
Arbeitgeber-Zusammenschlüsse? Nie gehört …
Auf mindestens 45.000 schätzen Fachleute die Zahl der Menschen, die bereits für Arbeitgeber-Zusammenschlüsse tätig sind. In Frankreich, wohlgemerkt. Deutschland ist noch Entwicklungsland in Hinblick auf dieses Beschäftigungsmodell. Doch selbst wenn es noch keinen griffigen Namen dafür gibt, sind hier erste erfolgreiche Beispiele der Umsetzung vorhanden.
Bei Arbeitgeber-Zusammenschlüssen (AGZ) beschäftigen mehrere Betriebe gemeinsam eine Arbeitskraft. Das kann eine Hilfskraft sein, die im Winter den örtlichen Skilift bedient und ansonsten in der Landwirtschaft tätig ist. Oder auch ein Spezialist für Controlling, der mehrere Mittelständler betreut. Jobsharing andersrum, sozusagen.
Die Bündelung von Teilzeit- oder Saisonbedarfen zu größeren Stellen hat für alle Beteiligten Vorteile. So bringt sie den einen mehr Arbeitsplatzsicherheit, mehr Abwechslung und mehr Know-how. Den anderen erspart sie Ausschreibungen, Einarbeitungen, Kosten. Und das sind nur einige der vielen beidseitigen Vorteile.
Aber das französische Vorbild lässt sich aus mehreren Gründen nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen. Zudem stellt die AGZ-Idee zumeist noch Neuland dar für die Firmen, die Arbeitnehmer, die jeweiligen Interessenvertreter und weiteren Arbeitsmarktakteure.
Hier setzt die Tagung an, zu der wir Sie herzlich einladen. Was berichten die vorhandenen Projekte? Welche Bedingungen sind nötig? Welche Erfolgsfaktoren lassen sich bereits identifizieren? Das sind die Fragen, die im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Wir nennen diese bewusst Praxis-Tagung, denn sie bietet einen kompakten Einstieg ins Thema und bündelt die bisherigen Erfahrungen der AGZ-Praxis.
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